Bonn Agile
Ein Meetup für Leute, die Software bauen
Bonn Agile ist eine offene Runde für alle, die beruflich oder aus Interesse mit agiler Softwareentwicklung zu tun haben. Entwicklerinnen und Entwickler, Teamleitungen, Product Owner, Studierende. Geredet wird über die Dinge, die im Arbeitsalltag tatsächlich Ärger machen: Deployments, Testing, Schätzungen, und Meetings, die niemand braucht.
Der aktuelle Stand
Das Meetup pausiert. Wir bauen es gerade neu auf, diesmal eher als Stammtisch denn als reinen Vortragsabend. Weniger Bühne, mehr Gespräch am Tisch.
Das erste Treffen ist für August 2026 geplant, sobald genug Leute zugesagt haben. Bis dahin suchen wir Verstärkung bei der Organisation: Termine koordinieren, Räume anfragen, Themen sammeln. Wer Lust hat, schreibt an kontakt@bonnagile.de.
Worum es bei Agile geht
Agil zu arbeiten heißt vor allem, in kleinen Schritten zu liefern und früh zu merken, wenn man in die falsche Richtung läuft. Statt ein Jahr zu planen und am Ende festzustellen, dass sich die Anforderungen längst verschoben haben, gibt es alle paar Wochen etwas Lauffähiges.
Das Agile Manifest von 2001 bringt das in vier Gegenüberstellungen unter. Die bekannteste: Individuen und Interaktionen zählen mehr als Prozesse und Werkzeuge. Klingt banal, ist in der Praxis erstaunlich schwer.
Scrum in drei Sätzen
Scrum teilt die Arbeit in Sprints von meist zwei bis vier Wochen. Am Ende steht etwas, das man zeigen kann, danach schaut das Team zurück: Was lief gut, was ändern wir. Drei Verantwortlichkeiten, fünf Termine, ein Backlog, der Rest ist Übung.
Agile ist aber nicht gleich Scrum. Pair Programming, Trunk-based Development oder Continuous Delivery haben mit dem Framework wenig zu tun und im Alltag oft mehr Wirkung.
Kanban und Lean
Kanban macht sichtbar, woran gerade gearbeitet wird. Ein Board, ein paar Spalten, und plötzlich sieht man, wo die Arbeit liegen bleibt.
Lean fragt, was davon überhaupt Wert schafft. Wartezeiten, Übergaben, halbfertige Sachen: alles Kandidaten zum Streichen.
Beides braucht keine große Umstellung. Man kann nächste Woche damit anfangen, und es passt in fast jedes Team.
Wir bauen das Meetup gerade neu auf und suchen Leute, die mitmachen. Termine, Räume, Themen, Sponsorenkontakte: such dir was aus.
Was das im Alltag bringt
Der Nutzen ist unspektakulär, aber real. Fehler fallen früher auf, wenn alle zwei Wochen etwas Fertiges auf dem Tisch liegt. Diskussionen über Prioritäten werden konkreter, sobald eine Liste existiert, die alle sehen. Und es fällt leichter, ein Feature zu streichen, das nach der ersten Version niemand benutzt, als eines, das seit acht Monaten in der Planung steckt.
Wo es hakt
Meistens nicht an der Methode. Sondern daran, dass das Umfeld weiter in Jahresbudgets und Festpreisen denkt, während das Team in Sprints arbeitet. Oder daran, dass aus dem Daily eine Statusrunde für die Chefin wird. Skalierungsframeworks wie SAFe oder LeSS versprechen für den ersten Fall eine Lösung, bringen aber genug Eigengewicht mit, um neue Probleme zu erzeugen. Gute Stammtischthemen, allesamt.
Themen, die anstehen
Für die ersten Treffen stehen zur Auswahl: Continuous Delivery und was der Weg dahin wirklich kostet, Testing jenseits der Testpyramide, Schätzen oder Nicht-Schätzen, und wie sich KI-Assistenten auf die tägliche Arbeit auswirken. Eigene Vorschläge sind willkommen.
Tools
Jira, Trello, Linear oder ein Whiteboard mit Zetteln: Das Werkzeug ist zweitrangig. Wichtiger ist, dass alle auf dasselbe Board schauen und dass es aktuell ist. Wer sich trotzdem über Tools streiten möchte, hat beim Stammtisch gute Chancen auf eine lebhafte Runde.
Kontakt
Schreib uns an kontakt@bonnagile.de.

